Wer war Tycho Brahe:

Am 14. Dezember 1546 in Knudstrup, Schonen geboren, wandte sich Brahe im Laufe seines Studiums der Astronomie zu und ergriff die sich ihm 1573 bietende Möglichkeit, mit Unterstützung des dänischen Königs Friedrich II. die Sternwarte Uranienborg auf der Insel Hveen zu errichten.

Mit Hilfe selbstentwickelter Präzisionsinstrumente, aber noch ohne Fernrohr, betrieb er dort die ersten regelmäßigen und langfristigen Sternbeobachtungen in Europa. 1599 ging Brahe nach Prag, wo er Hofastronom Kaiser Rudolfs II. und Johannes Kepler sein Mitarbeiter wurde. Bis zu seinem Tod am 24. Oktober 1601 bemühte er sich, die Genauigkeit bei der Lokalisation von Sternen und bei der Berechnung von Planetenbahnen weiter zu verbessern. Keplers umwälzende Planetengesetze fußen auf diesen Vorarbeiten.

Tycho Brahe (1546-1601) ist einer der frühesten Vorläufer der goetheanistischen Wissenschaftshaltung. Einerseits war er der erste, der seine Beobachtungen systematische plante und protokollierte sowie durch Berechnungen und Verbesserung des Instrumentenbaus korrigierte. Andererseits übte er sich in der gedanklichen Durchdringung der Gesetzmäßigkeiten in der Astronomie, die damals die Mutter aller Naturwissenschaften war. Dies führte ihn bis zur therapeutischen Anwendung von Substanzen, die auch als Vorläufer der anthroposophischen Heilkunst gelten können.


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